Parodontitis

Erkrankung des Zahnhalteapparates / Parodontitis

kein Foto verfügbarDie Parodontitis wird landläufig mit der Parodontose, diese tritt altersbedingt durch Rückgang des Kieferknochens auf, verwechselt. Bei allen entzündlichen Formen der Parodontitis handelt es sich um eine chronische, bakterielle Entzündung die das Zahnfleisch angreift und somit die „Verankerung“ des Zahnes schwächt und ihn schließlich löst (Zahnausfall). Verursacher dieser Krankheit sind verschiedenste Keime (z.B. Markerkeime, Pilze oder Enterokokken). Letztlich wird die Parodontitis durch die im Mundraum befindlichen „MMP-8-Enzyme“ ausgelöst. Diese Enzyme bauen im aktiven Zustand die Fasern des Zahnfleisches ab. Verlauf und Schwere sind sehr stark abhängig vom jeweiligen Menschen und lassen sich nicht pauschalisieren. Die Parodontitis ist Ausdruck einer gestörten Wechselbeziehung zwischen der natürlichen Keimbesiedlung der Mundhöhle und der angeborenen Immunität des Organismus, da bekannt ist, dass z. B. auch bei gesunden Patienten (fast) alle eine Parodontitis verursachenden Keime vorhanden sein können, ohne dass eine Zahnbettentzündung entsteht. Die Erkrankung verläuft in Schüben und dessen Schwere ist abhängig von den jeweiligen Lebensumständen des Betroffenen. Klinische Beobachtungen weisen darauf hin, dass Depressionen, Einsamkeit und Stress zusätzlich verstärkende Faktoren sind. Über die Ursachen und den Verlauf der Parodontitis ist bis heute noch vieles unbekannt. Bekannt ist, dass Zahnbetterkrankungen unterschiedlich schnell verlaufen, auch der Zahnverlust ist individuell verschieden. Ein Risiko neben fehlendem Wissen um Ursachen und Entwicklungen ist der versteckte Verlauf parodontaler Erkrankungen, denn viele Entzündungen entziehen sich der visuellen Betrachtung.